Vor Monaten wurde vom österreichischen Verleger Christian Mucha angekündigt, dass sein gleichnamiger Verlag ein Poker Magazin auf den Markt bringen wird. Dick angekündigt, passierte dann gar nichts. Doch jetzt scheint der Medienmacher, der seit 30 Jahren im Business aktiv und nach eigener Aussage mit seinen Publikationen "reich geworden ist", unter vollen Segeln zu laufen.
Das neue Poker-Magazin aus dem Hause Mucha, soll weit über 100 Seiten Umgfang haben und - wenn man die Etatinfos richtig interpretiert -, ein Werbevolumen von über 350.000 Euro generiiert haben.
Das der Name des Magazins etwa so spannend ist wie eine Tasse kalten Tees, stört scheinbar keinen: Das Teil heißt banal: Poker Magazin.
Mucha will sein neues Baby massiv bewerben: Plakate, Screens, Printanzeigen. Mit 50.000 Stück geht er ins Rennen um die Gunst der nicht besonders verwöhnten (Poker-)Leser. Medien wie ACE Magazin, Pokerblatt, BLUFF deutschsprachig (wie kann man sich so einen Namen ausdenken) oder GX (ja, die gibt es immer noch), in der Regel lieblos hingeballert, ohne wirkliche Leidenschaft gezimmert und mit einem Informationswert, der fern von Magazinansprüchen liegt, müssen dann mit der völligen Verdrängung rechnen.
Auch wenn ich nicht glaube, dass Mucha mit seinem Printtitel Berge versetzen wird, so wird er doch durch gezielte und vor allem massive Eigenwerbung die ohnehin schwächelnde Konkurrenz (praktisch alle geben große Teile ihrer Auflage gratis her, weil kaum Leser bereit sind dafür Geld auszugeben) überfahren.
Meine Prognose: Mitte 2009 sind ACE Magazin, Pokerblatt und BLUFF deutschsprachig (wie kann man nur einen solchen Namen wählen) vom österreichischen Markt verschwunden.
Sonntag, 30. November 2008
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